Umsonst verbrauchte Kraft

„Und eure Kraft wird sich umsonst verbrauchen.“
Die Bibel – 3. Mose 26,20

Wettbewerb im Sandburgenbau in Kanada! In nur vier Stunden verwandelten zweihundert Teilnehmer den Strand in eine abenteuerliche Landschaft aus fantastischen Skulpturen und Bauwerken. Der erste Preis ging an ein Märchenschloss, das auf Wolken thronte. Und das Interesse war groß: Hunderttausend Menschen kamen, um die Meisterwerke zu bewundern.

Es wurde Nacht und die Flut kam. Am nächsten Morgen ging die Sonne über einem Strand auf, der außer ein paar Seemöwen nichts mehr zu bieten hatte. Nur Wasser, Wellen und Sand. Von der ganzen Begeisterung des Vortags, von aller hektischen Aktivität des Wettkampfs war nichts mehr zu sehen. Und auch das Mär­chen­schloss war verschwunden!

Die Burgen konnte man nur während der Ebbe bauen – dann kam die Flut! Die Teilnehmer hatten ihre Pläne, ihre Kraft und ihre Anstrengung in die Bauwerke gesteckt. Dann mussten sie fest­stellen: Eigentlich haben wir unsere Kraft umsonst verbraucht. Die Lebens­dauer der Objekte betrug nur wenige Stunden.

Auch im übertragenen Sinn bauen viele Menschen gewaltige Bauwerke aus Sand! Geld, Ener­gie, Hoffnungen und Träume werden in flüchtige „Sandburgen“ gesteckt! Diese leben ein wenig länger, aber auch sie kommen zu Ende. – Die Bibel sagt uns, dass alles Sichtbare nur zeitlich ist, also nur vorübergehend existiert. Demgegenüber ist das, was Gott uns verheißt, nicht für das natür­liche Auge sichtbar, sondern nur für den Glauben. Doch alles, was von Gott kommt, hat für ewig Bestand; es wird von keiner Flut weggespült! (Vgl. 2. Korinther 4,18; 5,1.)

Unser Blick geht von einem kurzzeitigen Kunstwerk aus Sand zu einem ewigen Bau von Gott und zu der Beständigkeit und Sicherheit, die der Glaube an Christus uns gibt.

Aus Folge mir nach – Heft 2/2016

Du, Jesus, hast vollendet…

Christus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der auch auferweckt worden, der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet.
Die Bibel – Römer 8,34

O Haupt, voll Blut und Wunden,
voll Schmerz und voller Hohn!
O Haupt, zum Spott umbunden
mit einer Dornenkron!
Was hast Du, Herr, verschuldet,
was legt man Dir zur Last,
dass Du das Kreuz erduldet,
den Tod erlitten hast?

Du musstest es empfinden,
wie Gottes Zorn so schwer
für uns und unsre Sünden,
so viel wie Sand am Meer.
Du tratst an unsre Stelle
aus freier Lieb und Huld,
gabst Deine eigne Seele
für unsre Sünd und Schuld.

Du, Jesu, hast vollendet,
was Dir der Vater gab;
Dein Leiden ist beendet,
und leer das offne Grab.
Du hast uns ganz versöhnet
mit Gott in Ewigkeit,
und Er hat Dich gekrönet
mit Ehr und Herrlichkeit.

»Strophe 1: Paul Gerhardt (1607-1676)«
»Strophe 2-3: Jacques Erné (1825-1883)«

Vorträge: Gottes Wirken in Zeiten kleiner Kraft

Wir laden alle die Interesse am Wort Gottes, der Bibel, haben, herzlich zu Vorträgen von Rainer Brockhaus ein.

Thema:
Gottes Wirken in Zeiten kleiner Kraft
Hinweise und Beispiele im Buch Nehemia (Nehemia 1-9)

Datum:
Freitag, 13.2.2015
Samstag 14.2.2015
Sonntag, 15.2.2015

Uhrzeit:
jeweils um 20:00 Uhr

Adresse:
Versammlungsraum auf der
Alleestr. 58
59065 Hamm

Wir freuen uns auf die gemeinsamen Abende!

Weizen oder Unkraut?

Während aber die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging weg.
Matthäus 13,25

Weizen

Es war auf einer Messe in Holland. Als Blickfang für seinen Bibelstand hatte der Aussteller an einer Wand 13 Säckchen mit Samen verschie-dener Pflanzen, die in der Bibel erwähnt werden, aufgehängt. Diese Schaustücke fanden das lebhafte Interesse zweier Geistlicher, die an ihrer Tracht als Ordensbrüder zu erkennen waren. In ihrer Bibel suchten sie die zu den Samen angeführten Stellen auf.

Beim letzten Säckchen mit der Aufschrift „Lolch“ stutzten sie jedoch, da sie diesen Ausdruck nicht in dem angegebenen Bibelvers fanden. So fragten sie den Standinhaber, der ihnen erklärte, dass dieses Wort mit „Unkraut“ übersetzt worden sei, weil den meisten Bibellesern der Begriff „Lolch“ unbekannt sei.

Bald entwickelte sich ein „Fachgespräch“ über die Bedeutung des Gleichnisses vom Unkraut im Acker (Matthäus 13,24ff.). Man war sich klar, dass Lolch ein dem Weizen täuschend ähnliches Unkraut ist, das im biblischen Gleichnis die „unechten“ Christen darstellt.

Schließlich bemerkte einer der geistlichen Herren seinem Amtsbruder gegenüber: „Da steckt eine gute Predigt für den nächsten Sonntag drin!“ Da mischte sich der Aussteller ein: „Sicher – dazu müsste man allerdings zunächst seinen eigenen Standort anhand dieses Gleichnisses bestimmt haben.“

„Wie meinen Sie das?“, fragte der andere verwundert. Darauf der Aussteller: „Ich nehme an, Sie gehören der gleichen Kirche und auch dem gleichen geistlichen Orden an. Äußerlich unterscheiden Sie sich in nichts. Und doch könnte es sein, dass vielleicht einer von Ihnen zum „Weizen“ und der andere zum „Lolch“ gehört. Gott allein weiß es!“

Eine kurze Pause entstand; dann erklärte der Erste mit Überzeugung: „Ich gehöre zum Weizen!“ – „Worauf gründen Sie diese Zuversicht?“, fragte der Mann vom Bibelstand. Ist es, weil Sie einer bestimmten Kirche angehören?“ Der andere schüttelte den Kopf. „Oder weil Sie Theologe sind?“ Nochmals Kopfschütteln.

Und dann kam es freudig über seine Lippen: „Ich weiß, dass ich durch den Kreuzesverdienst meines Heilandes Jesus Christus das ewige Leben erben werde. Sein Blut floss zur Sühnung für meine Schuld. Ich habe Ihm mein Herz und Leben gegeben, und der Apostel Johannes hat geschrieben: ‚So viele ihn aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.'“ Der Bibelverkäufer entgegnete bewegt: „Dann sind wir Brüder, denn eine andere Glaubensgrundlage habe ich auch nicht!“

Da trat auch der zweite Geistliche hinzu und erklärte: „Und das ist auch das Fundament, auf dem ich am Ende meines Lebens in Frieden die Augen schließen kann.“ Die Augen der drei wurden feucht, weil sie sich inmitten des Trubels Tausender von Messebesuchern als Kinder Gottes erkannt hatten. So war es ganz natürlich für sie, das sie sich mit gemeinsamen Gebet voneinander verabschiedeten. Sie waren durch dieselbe Beziehung zu ihrem himmlischen Vater miteinander verbunden.

Quelle: Folge mir nach (Heft 02.2015)

 

Woran denkst Du?

Diese denken an Wagen und jene an Rosse,
wir aber erinnern uns an den Namen des HERRN, unseres Gottes.

Psalm 20,8